fbpx
Unterhaltung

Was wird in Zeiten von COVID-19 aus der Bussi-Bussi Gesellschaft?

Liebe Freundinnen und Freunde da draußen, also eine Frage beschäftigt mich wirklich seit Tagen und bisher habe ich darauf noch keine für mich befriedigende Antwort gefunden. Ich laufe täglich 10 Stunden in meiner 40qm Butze auf und ab und zermartere mir das Hirn.

Was wird jetzt aus der Bussi-Bussi Gesellschaft? Was machen die gerade alle? Also ist es zum Beispiel immer noch wichtig, mehr ÜBER- als MITeinander zu reden? Werden die Handtaschen im Schrank gezählt und die Ferraris mit dem Ohrenstäbchen gewienert? Es geht ja so gar nix im Moment. Keine Events, kein ‚hier, lauf mal für 500 cash über den roten Teppich und spiel einen VIP’. Ob es das je wieder geben wird? Also gegen cash?

Da fällt mir eine Episode ein. Vor einigen Monaten wurde ich wieder einmal Zeugin eines Bussi-Bussi Gesellschaft Gesprächs. Es war in einem netten Hotel in Südfrankreich und die Saison war fast zu Ende. FAST. Das Personal raunte seit Tagen ‘es gebe da noch eine deutsche Hochzeit’. Mit viel Aufwand. Die kommen ‘aus dem Süden in Deutschland’. München. Der ein oder andere Gast, der das Getuschel mitbekam, fragte natürlich neugierig ‘wer es denn sei’. Es fielen diverse, leider etwas undeutlich ausgesprochene Namen.

Ich hatte dieses wahnsinnig aufregende Thema fast schon wieder vergessen. Bis zu dem Abend, als vier junge Leute auf der Terrasse an meinem Nebentisch saßen. Die HOCHZEITLER. Also zwei von ihnen. Es gibt Menschen, die würden diese jungen Herrschaften als ‘Kinder reicher Eltern’ bezeichnen. Es wurde lautstark über die bevorstehende Hochzeit gesprochen. Die beiden Damen – ich taufe sie Daniela und Jaqueline – gingen die Details in einer Lautstärke durch, dass auch der letzte Tisch auf der Terrasse alles mitbekam. Die beiden Herren, ich taufe sie Hans und Franz, schwiegen.

Wusstet ihr, wie viele Unterschiede es bei Heizstrahlern gibt? Also ich nicht. Aber der Schorsch (Vater der Braut und der Zahlmeister der Zeremonie) der bestand auf elegante Heizstrahler. Und auf ein ganz, ganz chices Zelt. Das musste soooooo groß sein, dass man es auch auf der anderen Seite der Küste noch sehen konnte. Als der Hoteldirektor bei der Vorbesichtigung dem Schorsch stolz das neue Festzelt gezeigt hatte, da hat der Schorsch gesagt, dass sei ja immer noch hässlich.

Ja, der Schorsch, so erzählt die Daniela, der gibt sich nicht mit Kleinigkeiten ab. Der bestimmt alles – auch die Anordnung der Tische. Geheiratet würde ja nur einmal im Leben. Also ich bin mir da nicht so sicher. Aber Daniela strahlte. Und dann käme ja auch noch der bekannte Münchner Gastronom als Gast. Hat sich selbst eingeladen – aber naja, da kann man ja nicht nein sagen. Hans und Franz fingen an, sich über die neuesten Bundesliga Ergebnisse zu unterhalten und wie es wohl mit den Bayern so weitergehen wird. Sie hatten mein volles Verständnis. Daniela und Jaqueline waren mittlerweile beim Brautkleid und den Schuhen angekommen.

Also, ich kenne Paare die in Südfrankreich geheiratet haben – deren Ehe hat kein gutes Ende genommen. Siehe Angelina Jolie und Brad Pitt. Vielleicht sollten Daniela und Franz da einfach noch einmal drüber nachdenken. Ich meine, wenn DAS schief geht – was DA alles den Bach runtergeht. Wie zum Beispiel bei Jolie und Pitt. Die ganzen Weintrauben, das tolle Weingut der beiden, dieser schöne Rose. Ich werde meine letzte Flasche Jolie-Pitt Miraval Rose Wein für einen ganz besonderen Moment aufheben.

Meine Hochzeit!

You Might Also Like...