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Steven Spielberg oder: Wie viel Wärme braucht ein Mensch?

Da geht man als Blondine nichts ahnend in Los Angeles auf eine Sommerparty und zack – steht super mega über Hollywood-Produzent Steven Spielberg neben einem und fragt höflich, ob Frau ein Glas Wein mit ihm trinken möchte.

Ich habe mich kurz gefragt, ob wir – obwohl in einem Raum – in klimatisch unterschiedlichen Zonen unterwegs sind. Er im Pullover, Sakko UND Schal – ich im dünnen roten Sommer-Fähnchen. Doch dann kam mir im Laufe unserer Konversation schnell eine Erklärung in den Sinn.

Steven Spielberg: Gemessen am Einspielergebnis seiner Filme der bis heute erfolgreichste Produzent und Regisseur auf diesem Planeten (2 Versuche ein Filmstudium aufzunehmen scheiterten, die Uni lehnte ihn ab) und mit geschätzten 3 Milliarden Privatvermögen kein armer Mann. Da sieht man einmal was aus einem Jungen, der wegen seiner Dyslexie in der Schule gehänselt wurde, so werden kann.

Ja, Steven muss sich warm anziehen. Wer in dieser Liga spielt – da ist die Luft dünn, kalt und es ist einsam um einen herum. Wer mag einen um seiner selbst willen – und wer fliegt nur wegen der Kontakte und des Geldes auf einen? Die ehrliche Beantwortung dieser Frage kann zu großer Bitterkeit führen.

Viele von uns wollen immer höher, schneller und weiter. Stets auf der Suche nach dem nächsten Kick, der nächsten Position im Job oder dem nächsten Partner. Daraus wird das Selbstwertgefühl gezogen. Und wenn es erreicht ist? Was dann? Und wenn es weg ist? Der Job, das Geld und der Partner? Was ist dann? Was bleibt? Steven Spielberg hat viel Geld verdient – und einen hohen Preis gezahlt.

Weniger kann so viel mehr sein. Die Zutaten für ein glückliches und erfülltes Leben liegen alleine in uns selbst – nicht in Positionen, Macht, Geld oder anderen Menschen.

Denn das vergessen die Menschen oft in der Eile des Lebens: Anzuhalten und sich auf das Miteinander zu besinnen – das SEIN und nicht den SCHEIN.

Ich fragte Steven was ihn glücklich macht?

Er lächelte mich an und sagte: Einfach eine Kamera in der Hand 🙂