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Unterhaltung

Manchmal boxt der Papst im Kettenhemd

Liebe Freundinnen und Freunde da draußen, es gibt manchmal Tage in unser aller Leben, da boxt der Papst im Kettenhemd. Dieses Zitat habe ich vor vielen Jahren einmal gehört und bin mir bis heute nicht sicher, wem es zuzuschreiben ist. Der Autor Walter Moers brachte es einmal in einem seiner Bücher, andere nennen Arthur Fischer als Urheber. Aber auch egal. Damit gemeint ist jedenfalls, dass irgendwo einfach viel los ist oder man viel zu tun hat beziehungsweise viel erlebt – manchmal auch schräge Dinge.

Ich gehe vor zwei Tagen durch die Stadt. Auf dem Weg zum Supermarkt meines Vertrauens sehe ich auf einmal zwei Frauen die versuchen, vor einem Denkmal ein Selfie von sich zu machen. Die Bemühungen wirken sowohl komisch als auch verzweifelt und so nähere ich mich den beiden Damen und biete meine Hilfe bei der Herstellung der gewünschten fotografischen Dokumentation des besonderen Augenblicks an. Ich werde mit einem strahlenden Lächeln belohnt, nehme das Handy einer der beiden Damen und schreite zur Tat. Auf einmal brüllt hinter mir ein Mann: „Also das ist wirklich das Allerletzte, Sie sind unverantwortlich“.

Zuerst fühle ich mir gar nicht angesprochen, aber die entsetzen Gesichter der beiden Damen veranlassen mich dann doch dazu, mich umzudrehen. „Wo genau drückt der Schuh?“ frage ich den Herrn. „Sie fassen ein fremdes Telefon an, da können alle möglichen Viren drauf sein“ brüllt der Herr mit rotem Gesicht. Offensichtlich hatte er die Szene beobachtet. Wir drei Damen vom Grill schauen uns mit hochgezogenen Augenbrauen an, holen tief Luft und gehen weiter unserer Wege. Hinter der nächsten Straßenecke kommt mir eine Frau entgegen, sie trägt einen langen dunklen Mantel, eine dunkle Kappe mit einem langen Plexiglas-Schirm und einen grauen Mundschutz. Im Vorbeigehen versuche ich für mich zu sortieren, aufgrund welcher Gegebenheiten die Frau was trägt und komme zu dem Schluss, dass Plexiglas-Scheibe und Mundschutz eigentlich doppelt gemoppelt ist – oder liege ich da falsch?

Fast vor dem Supermarkt angekommen, gehe ich auf gleicher Höhe mit einer Mutter und ihrer kleinen Tochter, natürlich befinde ich mich im Sicherheitsabstand zu den beiden. Ein groß gewachsener Mann kommt uns entgegen und zieht sich vor dem Eintritt in den Supermarkt im Gehen seine schwarze Gesichtsmaske auf. Das kleine Mädchen sieht das und fängt sofort an zu schreien und zu weinen. Der Mann ist genauso erschrocken wie die Kleine und zieht die Maske wieder ab.

 

Wieder zuhause angekommen trete ich auf meinen Balkon und stelle fest, dass – der Größe nach zu urteilen – ein Vogel mit den Ausmaßen eines Albatrosses auf meine frisch gewaschene Wäsche gekackt hat. Ich bin ja eine geborene Optimistin und sehe es als gutes Zeichen von oben. Das MUSS Glück bringen. Als ich gerade die Wäsche wieder in die Waschmaschine stopfe höre ich im Radio von einem Lotto-Jackpot. Vielleicht ist DAS das Zeichen? Ich soll Lotto spielen! Während ich mich im Internet gerade darüber informiere, welche Zahlen eigentlich besonders häufig gezogen werden, da bekomme ich eine E-Mail. In der Betreffzeile steht ‚Glückwunsch, Sie haben gewonnen’. Ein Herr Manuel Franco schreibt mir und erklärt, dass er der Gewinner des 776-millionsten Lotterie-Jackpots sei und beschlossen habe, 5 zufällig ausgewählten Personen etwas Gutes zu tun und mit jeweils 3 Millionen Euro zu beschenken und ich sei eine dieser 5 Personen!!!

Und so wurde es doch noch ein ganz schöner Tag.

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