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Corinna Busch
Corinna Busch on Tour

Eine Blondine auf Jamaika

Kann man als Blondine alleine nach Jamaika reisen?

Frau kann! Meine Freunde schüttelten vor meiner Abreise einmal mehr entsetzt den Kopf, während ich fröhlich zum Flughafen aufbrach.

Das Jamaica Inn liegt – Überraschung – an der zu Recht schönsten Bucht der Karibik (ja, die anderen sind auch schön, aber die hier……ein Wahnsinn). Das Hotel hat eine lange Tradition und Geschichte – neben Ian Flemming, Churchill, Marilyn Monroe und vielen anderen fehlte nur noch eine als Gast: GENAU, eine Blondine aus Deutschland. Ich konnte dem Hotel Manager nur zustimmen.

Seit meiner Ankunft werde ich hier auf charmante und sehr angenehme Weise verwöhnt: Mit einer tollen Atmosphäre, unschlagbaren Ausblicken und köstlichem Essen.

Da ich ja immer das angenehme mit dem nützlichen verbinde, führt die Hotel Boutique vielleicht bald meine Kleider….

Seit meiner Kindheit ist ja kaum ein Tier vor mir sicher…..das gilt auch für Jamaica. Hier im Jamaica Inn ist es Tradition, dass ein schwarzer Labrador mit im Hotel lebt – mittlerweile ist es Shadow IV

Kaum war ich im Meer – war der auch schon da

Hier passieren jeden Tag unglaublich schöne Dinge. Ich lerne viel über unsere wunderschöne Natur und Tiere. Das hier war ein einmaliges Erlebnis: Ich hatte ein Meeting mit dem Gründer vom Oracabessa Bay Turtle Project – einer nationalen Wildtier-Schutz Organisation. Wir haben baby turtles auf ihrem 1. Weg ins Meer begleitet und ihnen geholfen, dass sie sicher ans schwimmen kommen. In ca 20 Jahren werden sie wieder in diese Bucht zurückkommen – dann ca. 90 kg schwer. Danke Mel, das war wirklich ein ganz besonderes und berührendes Erlebnis. Eure Organisation verdient jede Unterstützung!

Ich wurde eindringlich gewarnt, in die Hauptstadt nach Kingston zu fahren und dort z.B. zu Fuß als blonde Frau durch die Slums zu gehen oder auf den Altstadt-Markt. Ich habe es natürlich dennoch getan. Wenn man einen so wunderbaren Tour-Guide hat wie Michael, dann ist diese Exkursion ein weiteres unglaubliches Erlebnis. Da ich immer auf der Suche nach Charity Projekten auch für Unternehmen in Deutschland bin, war es für mich sehr interessant, mir z.B. auch Schulen anzusehen. Die Kinder dort haben – obwohl sie nicht viel besitzen – so viel Freude. Es war der letzte Tag vor den Weihnachtsferien – und es wurde gesungen, getanzt, mit Clowns gespielt und gelacht. Ich kenne keine deutsche Schule, wo man die Kinder so in die Ferien schickt….und es war keine ‚Touristen-Schule‘, ausgesucht für meinen Besuch – es war eine ganz normale Mittelschule.

Und auch den Gang durch die Stadt und den Markt werde ich nicht vergessen. Ich habe so einmalig nette Menschen wie zum Beispiel Verena kennen gelernt. Sie macht sich jeden Tag ‚chic‘ für den Markt – weil sie es einfach für sich wichtig findet. Hat sie nicht einen umwerfenden Style?

Ich habe ca 10 kg Gewürze eingekauft – die nächsten Dinner Gäste können sich auf karibische Küche freuen!

Ich habe mit Michael interessante Konversationen über Jamaica gehabt und viel gelernt: Über die Bevölkerung, die Schwierigkeiten und erneut darüber, dass materielle Dinge nicht glücklich machen.

Kann man als Blondine / als Frau / als Mann / als Paar / als Familie nach Jamaica reisen?

Man kann – und sollte es tun! Reisen bildet und schafft Verständnis.

Denn am Ende dürfen wir eines niemals vergessen: We are all in this together!

We are one world!

Also available in: enEnglish (Englisch)

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