Lifestyle

Eine Blondine und die Handwerker

Sie haben das Gefühl, dass aus Ihrem Wasserhahn am Tag gefühlte zwei Liter Wasser tropfen oder die Waschmaschine verweigert – trotz Androhung roher Gewalt – ihren Dienst?

Was tun Sie dann? Richtig, Sie rufen den Handwerker Ihres Vertrauens an!

Das tat ich. Auf dem Festnetz-Anschluß habe ich diesen Mann noch nie erreicht. Also wählte ich seine Mobil-Nummer. Er hob ab und ich jammerte über meine ungezogene Waschmaschine.

Handwerker (im Hintergrund indifferente Geräusche): “Ach Frau Buuuuusch, Sie haben keine Ahnung wiiiiiieeeviiiieeel ich zu tun habe. Ich arbeite 60 Stunden die Woche und komme mit den Angeboten nicht nach. Ich weiß nicht mehr wo vorne und hinten ist (klar, Rundbauch vorne, Po hinten – da kann man schon mal den Überblick verlieren, Anmerkung der Autorin) Sie werden wohl etwas warten müssen, ich melde mich.”

Da ich blond bin und damit häufig eine gewisse Naivität verbunden wird: Ich habe dem Mann geglaubt! Und gewartet!

Da wir gerade Sommer haben und es angenehm warm ist, fuhr ich an einen See.

Ich liege da also so schön am See – und schräg vor mir liegt ein Mann mittleren Alters. Er führt ziemlich lautstark Telefonate.

Mann: “Jaja, Herr Müller, ich weiß, Sie warten schon seit einigen Tagen auf mein Angebot für die Reparatur der Heizung. Aber ich habe einfach soooooo viel zu tun. Ich arbeite ohne Pause. Aber versprochen, heute Abend bleibe ich extra länger im Büro und morgen in der Früh haben Sie Ihr Angebot. Ich kann Ihnen aber schon mal sagen, wird so ca 2.000 Euro kosten. Sie wissen ja, 50 Prozent Anzahlung. Machen Sie das doch schon mal, dann haben wir das erledigt, meine Bankverbindung kennen Sie ja”.

Nach dem Telefonat nahm er einen großen Schluck aus seinem Cocktail-Glass, lachte sich tot und rief den Nächsten an – dem er exakt das gleiche erzählte.

Ich habe sofort meine Sachen gepackt und checke seitdem täglich alle Seen in der Umgebung.

Ich schwöre: Mein Handwerker liegt da auch irgendwo!! 

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